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Review: Andreas Dombert und Paul Brändle live im Jazzstudio Nürnberg am 31.01.2026

Review: Andreas Dombert und Paul Brändle live im Jazzstudio Nürnberg am 31.01.2026

In letzter Zeit habe ich viele Sendungen auf Jazztime Nürnberg gemacht und diesen Blog etwas vernachlässigt. Aber, natürlich möchte ich von Zeit zu Zeit auch hier wieder interessante News und Inhalte posten.

Am 31.01.2026 habe ich Andreas Dombert und Paul Brändle live im Jazzstudio Nürnberg gesehen. Das Konzert wurde vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten und wird im März ausgestrahlt- genauer Termin steht noch nicht fest.

 

Die Atmosphäre im Jazzstudio war wunderbar, herzlich und freundlich, und die Plätze waren schon sehr früh vor dem Konzert belegt. Ich hatte das Glück, ganz vorne zu sitzen und so jede Note, die gespielt wurde, mitzubekommen.

 

Beide waren zu Gast in meiner Jazztime Sendung. Andreas Dombert war am 22.01.2026 mein Gast und Paul Brändle war mein Gast beim Grant Green Special am 27.08.2025. Ihr könnt es hier in der Mediathek nachhören-  Jazz Time - Jazzstudio Nürnberg

 

Jetzt zum Konzert. Andreas fing das Set an mit dem Rio Reiser Song Junimond- sehr feurig, mit viel Esprit gespielt. Danach kam Paul auf die Bühne und gemeinsam swingten sie den Song „Real Gentlemen“, sehr lässig, von beiden gespielt. Ein anderes Highlight vom ersten Set war das spanisch angehauchte Chick Corea Stück „Windows“. Beide warfen sich hier die Bälle zu. Paul macht das Tempo und Andreas setzt gekonnt die Harmonien darauf.

 

Das zweite Set fing mit einem Solo-Teil von Paul Brändle an. Bei „Danny Boy“ bewies er, dass er viel Feeling hat. Es war berührend und Paul ließ bewusst einige Akkorde nachklingen,- dieses Stück könnt ihr auch auf der Solo-CD von Paul nachhören Solo | Paul Brändle

 

Mein Highlight im zweiten Set war das Stück „Black Orpheus“: Hier zündeten beide ein musikalisches Feuerwerk ab! Es klang feurig, ausgelassen, aber gleichzeitig präzise, sodass am Ende Samba Feeling aufkam. Zum Abschluss gab es noch das Mccartney-Stück Here, there and everywhere- eine wunderbare Melodie, die einfach sehr schön nachklingt. Dieses Lied entfaltet sich nach und nach beim Hören.  Beide haben es geschafft am Ende eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Ganz zum Schluss gab es noch eine Solonummer von Andreas, „Farewell and Tears“, die passenderweise vom Abschiednehmen handelt- ebenso berührend und mit viel Liebe von Andreas gespielt.

 

Fazit: Ein wunderbares Gitarrenkonzert von Andreas Dombert und Paul Brändle, welches berührend, aber auch gleichzeitig voll von Spielfreude war. Beide haben durch raffinierte Solos überzeugt, ohne es zu übertreiben. Sie haben den Liedern viel Platz zum Atmen gelassen. Wenn ihr beide live sehen könnt -geht hin!

0.)  Andreas Solo: Junimond (Rio Reiser) 1.)

1.)    The Real Gentleman (H. Nieberle)

2.)    Windows (C. Corea)

3.)    Pictures/Three Shadows (P. Brändle)

4.)     Alone Together (JazzStandard)

5.)    Death and Sorrow (A. Dombert)  

6.)    Paul Solo: Mito (Paul Brändle) Danny Boy (Traditional)

7.)    Waltz for Joy (A. Zoller)

8.)    Deep Blue (A. Dombert)

9.)    The Days of Wine & Roses (H. Mancini)

10.)       Black Orpheus (Luiz Bonfa)

11.)       Here, there and everywhere (Paul McCartney)

12.)       Whisper Not (Benny Golson)

13.)       Farewell and Tears (A. Dombert)

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